Unser Lebensstil

 „Der Mensch ist geschaffen, um Gott unseren Herrn zu loben, ihm Ehrfurcht zu erweisen und zu dienen und mittels dessen seine Seele zu retten ; und die übrigen Dinge auf den Angesicht der Erde sind für den Menschen geschaffen und damit sie ihm bei der Verfolgung des Ziels helfen, zu dem er geschaffen ist“ (Ignatius von Loyola, Prinzip und Fundament)

Wir teilen uns eine Wohnung. Wir setzen alles, was wir haben, gemeinsam ein: unser Einkommen, unsere Fähigkeiten: spezielle Rezepte, Musik…

Wir essen zusammen und kochen abwechselnd. Während der Mahlzeiten und Meetings teilen wir unsere Freuden, Hoffnungen und Sorgen.

Jeder von uns ist für einen Dienst für die Gemeinschaft verantwortlich: Buchhaltung, Liturgie, Lebensmitteleinkauf…. Wir genießen es, gemeinsam Neues zu entdecken (Ausflüge aus der Stadt).

Einmal in der Woche findet ein gemeinschaftliches Treffen statt: Es ist die Gelegenheit für uns, etwas Wichtiges für uns zu besprechen, zusammen an einen Ort zu gehen, Freunde einzuladen….

Ein wichtiger Tag ist auch Sonntag: Am Abend tauschen wir uns über die kommende Woche aus, damit wir für die wichtigen Termine umeinander wissen und wir beten gemeinsam an.

Manchmal ist auch dieser Tag ein Anlass, um Proben der Gesänge und Psalmtöne zu machen.

Jeden Monat nimmt jede für sich mindestens einen Einkehrtag in der Stille. Wir können einen Rückblick auf unsere Wochen werfen, einige Treffen vorbereiten (z.B Das gemeinschaftliches Wochenende, oder das Treffen mit der Hausoberin, oder vieles andere). Das ist wie ein Aufatmen in einem beschäftigen Leben.

Jeden Monat hilft uns ein gemeinschaftliches Wochenende, unser apostolisches Leben zu überprüfen und zu überdenken. Wir suchen gemeinsam, wie Gott uns und anderen gegenwärtig ist und wo er uns nach vorne ruft.

Zweimal im Jahr nehmen wir drei Tage Exerzitien für Weihnachten und Ostern. Wir fahren dafür in ein Kloster.

In unserem Haus in der Provence (la Pourraque) machen wir jedes Jahr die achttägigen Exerzitien von Ignatius von Loyola. Sie geben uns eine geistliche Richtung für das kommende Jahr. Sie sind unsere Quelle.

Die ignatianische Spiritualität lädt uns ein, in allen Dingen Gott zu suchen. Wir glauben, dass Gott jeden Tag in unserem Leben und an unseren Arbeitsplätzen am Werk ist. Die professionelle Arbeit ist unsere Art, Christus und anderen zu dienen. Wir engagieren uns in einer Vielzahl von Organisationen, je nach unserer Ausbildung als Sekretärin, Ingenieur, Ärztin oder Lehrerin oder in der Kirche… In einer Gemeinschaft selbst treffen wir durch die Arbeit unserer Schwestern viele verschiedenen Welten. Wir entdecken neue Bereiche mit ihren Pflichten, Schwerpunkten, Freuden und Schwierigkeiten. Durch unsere Arbeit beteiligen wir uns an einem grundlegenden Aspekt des menschlichen Lebens. Dabei teilen wir die Errungenschaften, aber auch die Schwierigkeiten und Schmerzen jedes Arbeitslebens.

Persönliches Gebet

Jeden Morgen betet jeder von uns 45 Minuten lang mit der Heiligen Schrift. Dieses Gebet der Kontemplation öffnet unser Herz für die Gegenwart Gottes während unseres ganzen Tages.

Wir halten an unserem geschäftigen Tag für ein stilles Gebet der Anbetung inne. Wir versuchen, jeden Tag an der Messe teilzunehmen.

Am Abend betrachtet jede von uns seinen Tag im Licht Gottes durch „das Gebet der lieben Aufmerksamkeit“.

Gemeinschaftsgebet

Am Morgen und am Abend versammeln wir uns für das Stundengebet, indem wir die Hymne und die Psalmen singen. Wir hören gemeinsam auf Gottes Wort.

Wir erleben, dass uns dieses gemeinsame Gebet in unsere täglichen Missionen sendet.

Beziehungen

Wir nehmen mit Dankbarkeit die Gelegenheit wahr, uns anderen anzuschließen und uns an Beziehungen und Aktivitäten zu beteiligen: sich am Gemeindeleben zu beteiligen, unsere Nachbarn zu treffen, einem Chor beizutreten, Sport zu treiben, Freiwilligenarbeit zu leisten…..