Weltmissionsmonat ! Getauft und gesandt.

Getauft und gesandt, die Kirche Christi auf Mission in der Welt, so lautete das Thema des von Papst Franziskus gewünschten außerordentlichen Missionsmonats, um uns zu helfen, „den missionarischen Sinn unserer Glaubensentscheidung für Jesus Christus wiederzufinden, …um der Welt das Heil des gestorbenen und auferstandenen Jesus Christus zu bringen“.

Letzte Woche trafen wir in der französischsprachigen Gemeinde in Kleinem Michel Schwester Christine, die zu einer Ortsgemeinde in Nordostenindien gehört, vom Orden Missionary Sisters of Mary Help of Christians (MSMHC). Ich war dabei. Ihr Zeugnis hat mich tief berührt : wie  die Schwestern sich nicht nur in Schulen, Sozialstationen und Krankenhäusern engagieren, sondern auch in abgelegene Gebiete in den Bergen gehen, wo es manchmal keinen Fahrweg gibt.

Sie machen sich zu Fuß auf den Weg, zu zweit wie die Apostel, um die indigene Bevölkerung zu treffen, das Katechismus zu unterrichten und die primären Gesundheitsversorgung zu sichern, um bei der Bildung der Kinder zu helfen. Sie führen ein einfaches Leben, nach dem Evangelium, was uns herausfordert. „Tourings sisters“ nennt man sie.

Der missio-Aktionsfilm zum Weltmissionssonntag 2019 stellt die Region Nordostindien und die Missionsarbeit der katholischen Kirche in den „Sieben Schwesterstaaten“ vor.

Und ich als französische Xaviere-schwester hier in Deutschand gesandt, wie lebe ich meine Mission ? Es ist wahr, dass ich nicht barfuß auf unbefahrbare Wege in Sandalen gehe. Aber unbefahrbare Wege anderer Art gibt es auch hier. Meine Armut ist auch anders : ich erfahre, da ich die deutsche Sprache nicht gut beherrsche, dass ich nicht so „dienen“ kann, wie ich es möchte. Aber ich werde auf dem Weg von Jesus begleitet sowie von meinen Mitschwestern. Es ermutigt mich, vorwärts zu gehen und weiterzumachen. Einige säen, andere ernten. Ad majorem Dei gloriam

Sr. Françoise

Die Jugendsynode

Seit über 2 Jahren bereitet sich die Weltkirche auf die Jugendsynode vor: Umfragen und  Bearbeitung  der Texte. Viele Möglichkeiten, um der Jugend zuzuhören. Die Jugend hat sich zusätzlich durch Weltvertreter im März in das Schreiben  des Textes der Bischöfe für die  Synode eingebracht  und dies ist der Grundtext der Überlegungen geworden.

Auch dieses Jahr haben Junge Erwachsenen aus Italien  den Kreuzweg des Vatikans für Karfreitag gestaltet.

Die Jugend ist nicht nur ein Thema  sondern sie sind aktive Mitglieder der Kirche.

Wir können uns über den Anfang am 3. Oktober freuen.  Er wird einen Monat dauern und wir können für diese Arbeit beten.

Für uns Xavieren ist diese Synode auch  wichtige geworden, weil unsere Schwester Nathalie, die 10 Jahre lang die Pastoral für Jugend und Berufung in Frankreich geleitet hat,  – sie war die erste Frau im Amt- wurde als Expertin von Rom gerufen. Sie schickt uns regelmäßig Nachrichten.

Hier z.B ein Auszug ihres Schreibens.

Ein Rückblick auf den Beginn der Synode in 3 Bildern:
1 – Emmaus

43390244_10156808501291563_3672298596876681216_n
Zu Beginn des Instrumentum Laboris (Text des Arbeitsinstruments, das als Grundlage für die Arbeit der Synode dient) wird das Ziel der Synode wie folgt formuliert: „Die „Fürsorge“ für junge Menschen ist keine optionale Aufgabe der Kirche, sondern ein wesentlicher Teil ihrer Berufung und Mission in der Geschichte. Darin liegt die besondere Herausforderung der nächsten Synode: Während der Herr mit den Nachfolgern von Emmaus wandelte (vgl. Lk 24,13-35), ist die Kirche eingeladen, alle Jugendlichen ausnahmslos zur Freude der Liebe zu begleiten“.
Das Bild, das als Vorbild für die Begleitung junger Menschen dient, ist das von Emmaus, ein Bild, das wir oft im Jugenddienst verwenden; Dieses Bild hat für mich in diesen ersten Tagen der Synode besondere Kraft gewonnen. Ich habe wirklich den Eindruck, dass Christus hier in großer Nähe mit uns geht wie mit seinen beiden Nachfolgern in Emmaus. In den Interventionen der Bischöfe werden die Freuden und Wünsche, aber auch die Leiden der jungen Menschen, ihre Sorgen und Schwierigkeiten, auf demütige und realistische Weise zum Ausdruck gebracht. In dieser synodalen Übung der Unterscheidung gibt es eine Form der Neulesen kirchlicher Praktiken, die einen Einblick in die Forschung, die Vorschläge, aber auch in alle Schwierigkeiten der Kirche gibt, junge Menschen in dieser heutigen Welt zu erreichen. Schwierigkeiten bei der Bewältigung der fortschreitenden Veränderungen, realistisches Erkennen der bestehenden Probleme, der Schwächen und der Armut der Kirche, das Entsetzen über die begangenen Missbräuche, die Mängel und Misserfolge… 

2 – Das Boot

43348578_10156808501511563_4992004844207210496_n

Dieses Bild, das erste Bild der Kirche im Evangelium, wohnt in mir, auch wenn ich noch keine Zeit hatte, das Meer zu besuchen, seit ich in Rom bin! In dieser „flüssigen Gesellschaft“, dieser bewegten Welt, in der junge Menschen von Unsicherheit und Unsicherheit gezeichnet navigieren, erleben wir hier, dass wir gemeinsam im Boot sind, um Stürme und Flaute zu überwinden. Jugendliche, Erzieher, Ausbilder, Läufer, Papst, Laien, Priester, Geweihte, Läufer, Bischöfe, Experten, Auditoren, Mitarbeiter im Dienste des reibungslosen Ablaufs der Synode…. wir alle sind von und in dieser Kirche, der Leib Christi, der sich in der Synode in seiner kollegialen und universellen Dimension stark zeigt, gesehen und gehört zu werden. Aber viel weiter gefasst fühlen wir uns sehr stark mit der ganzen Kirche verbunden und werden durch die Gebete vieler Christen unterstützt. Auf der Synode sehen und hören wir eine Kirche im Herzen der Welt, nahe bei den Menschen, eingetaucht in ihre Realitäten, so sehr sind die Stimmen zu hören, inkarniert, durchdrungen von den sozialen, wirtschaftlichen und politischen Realitäten der Regionen, aus denen die Redner kommen. Auf der Synode finden wir den Planeten im Kleinformat, wir berühren mit den Fingern ganz konkret die unglaubliche internationale Dimension der Kirche. Wir bewegen uns ständig von einem Land zum anderen, von einer Sprache zum anderen, von einem Kontinent zum anderen, von einem Kontinent zum anderen, von einem Akzent zum anderen….

3 – Latein und das Smartphone

43318910_10156808520396563_7128323771965898752_n
Bei der Synode berühren wir mit den Fingern, was die schöpferische Tradition der Kirche auf dem Weg in die Zukunft ist, aber in einer langen Geschichte verwurzelt…. Roms Zeit ist nicht die Zeit des Twitters! Aber die Männer und Frauen, die an diesem Treffen teilnehmen, sind aus dieser Zeit! So bewegen wir uns glücklich vom Lateinischen zum Smartphone, vom Stift zum Computer, vom Gebet des Angelus, der alle unsere Sitzungen beendet, zum Hip-Hop-Tanz des gestrigen Treffens mit Jugendlichen, von einem gut geölten Vatikan-Protokoll zur Spontaneität der Diskussionen, die in Selfie oder Video enden! Um zum Beispiel einmal 4′ im Plenum sprechen zu können, müssen Sie Ihre „postulatio loquendi“ in Latein ausfüllen, aber wenn es an der Zeit ist, sich auszudrücken, profitieren Sie von der neuesten Technologie, die es Ihnen ermöglicht, auf dem Bildschirm den Namen und das Gesicht der Person zu sehen, die von Ihrem Platz aus spricht! Und dann, um „placet“ oder „no placet“ zu wählen, haben die Läufer eine elektronische Vorrichtung neben ihrem Sitz, die es ihnen auch erlaubt, ihre Anwesenheit zu Beginn jeder Sitzung zu protokollieren.  Viele machen sich auch Notizen auf Computern oder Tablets. Ich meinerseits habe mich entschieden, in den allgemeinen Gemeinden Bleistift und Papier zu finden, aber in meiner Arbeitsgruppe „Circulus anglicus“ meine Notizen am Computer einzugeben! Und ich denke daran, dir mein nächstes Post-Facebook in Latein mit meinem MaurisQuisFelis zu schreiben!

Aber vielleicht ist der Link für den Blog wegen der Sprache auf Deutsch besser. Er befindet sich auf der Webseite des Vatikans:

https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2018-10/synode-jugend-2018-blog-blattert-tag3.html

Dadurch bekommen wir auch Nachrichten z.B über den Ablauf eines Tages. Wie für die anderen Synoden geht es darum, durch Beiträge dem Heiligen Geist zuzuhören. Der Papst hat die Synode eröffnet: er möchte, dass der Jugend wahrhaft zugehört  wird und fordert zu konkreten seelsorglichen Vorschläge auf. Die Art und Weise der Arbeit  dieser Synode besteht im Zuhören.  Nachdem fünf Leute fünf Minuten gesprochen haben,  wird es ganz still im Raum, damit  das Gehörte nachklingen kann.

Zurzeit scheint es, dass die Jugend die Ideen und die Reform des Papstes sich treffen: Eine anziehende,  weniger klerikale Kirche zu sein.

 

 

 

« Fasten und teilen » in der Fastenzeit

 

Wie die anderen Jahre haben wir in der Pfarrei St Paulus in Billstedt und St Stephanus in Mümmelmansberg einen fastenabend angeboten. Jedes Mal ist die Spende an ein Projekt angeknüpft. Dieses Jahr haben wir die Leiterin  der Krankenstube Frau Kieninger eingeladen, die uns mit  Begeisterung diese Einrichtung vorgestellt hat.

Die Krankenstube für Obdachlose befindet sich im ehemaligen Hafenkrankenhaus auf St. Pauli und ist ein stationär-ambulantes Hilfeangebot für kranke obdachlose Menschen.

Viele Menschen in Hamburg leben in Armut.  Mehr als  1.000 Personen sind obdachlos, haben wenig Perspektiven und häufig auch eine angeschlagene Gesundheit. Die Caritas ist für diese Menschen da, mit zahlreichen Angeboten und Projekten.

Rund um die Uhr stellt die Krankenstube 18 Betten für diesen Personenkreis bereit. Vier dieser Betten werden zur Nachsorge von Menschen, die an einer geschlossenen TBC erkrankt sind, zur Verfügung gestellt. Neben der gesundheitlichen Pflege soll die sozialpädagogische Betreuung die Rückkehr der obdachlosen Männer und Frauen auf die Straße verhindern.

18 Betten für diese ganze Bevölkerung sind wie ein Tropfen auf dem heißen Stein aber es ist die einzige solche Einrichtung in Hamburg und viele Obdachlosen werden dort schweren Krankheiten geheilt und sie erleben die Wärme der Beziehung. Ein gemütlicher Raum in dem harten Leben!

Aber Frau Kieninger hat uns deutlich mitgeteilt, dass die Krankenstube Unterstützung braucht.  So haben wir gespendet und eine Kollekte von Badetüchern wird eingesammelt.

SAM_6222