Eine Mitschwester des Ordensrats zu Besuch – 14.-20. Februar 2019

Jedes Jahr besucht uns unsere Generaloberin, die sich die Zeit nimmt, uns zu treffen und uns zuzuhören, und zwar über alles, was wir leben und erleben.

Und wir haben auch einen Besuch von einer Mitschwester des Ordensrats, die auch kommt, um „die Temperatur zu messen“, besonders im Hinblick auf die Mission jeder Einzelnen. Dieses Jahr kam Laurence aus Toronto – wo sie in einer Gemeinschaft lebt- um eine Woche bei uns zu verbringen, bevor sie für eine Sitzung des Ordensrats nach Paris flog.

Wir hatten ausgezeichnete Diskussionen. Was Toronto mit Hamburg verbindet, ist dass unsere beiden Gemeinschaften die einzigen unserer Kongregation sind, die außerhalb der französischsprachigen Welt leben, da in Toronto Englisch gesprochen wird. Es war gut, die Erfahrung zu teilen, sich in einer Fremdsprache durchzuboxen. Es fordert innere Empfindungen, um in eine andere Kultur einzutauchen, eine innere Bekehrung sogar. Aber überall geht es darum, Christus in uns und um uns herum wachsen zu lassen!

In Aktivoli mit Frau Monika Döring , Leiterin der Seemannsmission

Einer der Höhepunkte des Aufenthalts von Laurence war, gemeinsam zur Freiwilligenmesse Aktivoli, die am 17.02.19 in der Industrie- und Handelskammer hinter dem Rathaus stattfand, zu gehen. Es ist beindruckend, die Vielfalt der Freiwilligenarbeit in allen Bereichen zu sehen: Gesundheit, Soziales, Bildung, Kultur, Wissenschaft, Freizeit. Wir hatten den Eindruck, „das Herz der Stadt schlagen“ zu spüren. Und wir waren von so viel Großzügigkeit bewegt. Dass so viele Menschen dazu bereit sind, einen Teil ihrer Zeit zu opfern, um etwas mit anderen zu teilen und sich für ein besseres „Zusammensein“ einzusetzen, ist einfach überwältigend. Einige von uns haben Adressen mitgenommen und beabsichtigen, sich bei dem einen oder anderen der Freiwilligenangebote zu engagieren!

Europäischer Bürgerdialog

Am 11. Februar wurden die Einwohner Hamburgs zu einem Bürgerdialog über nachhaltigen Konsum und Verantwortung eingeladen. Etwa 100 Personen nahmen teil und zwei von uns waren dabei. Die Veranstaltung fand im Rathaus statt und wir konnten dadurch auch das Innere dieses schönen Gebäudes bestaunen.

Der Nachmittag fing mit einer Podiumsdiskussion an, bei der uns drei Experten in das Thema einführten. Danach haben wir uns in Arbeitsgruppen von etwa zwölf Teilnehmern aufgeteilt.

Drei Themen standen zur Auswahl: Mobilität, Lebensmittel und Kleidung. Innerhalb dieser Gruppen wurden gemeinsam Verbesserungsvorschläge für mehr Nachhaltigkeit erarbeitet.

Am Ende musste jede Gruppe im Plenum einen Vorschlag vorlegen. Von all diesen Vorschlägen wurde über einen aus jedem Bereich abgestimmt, der auf der Abschlussveranstaltung von EUROCITIES, dem „Mayors Summit“  am 21. März 2019 in Brüssel vorgestellt wird.

In seiner Enzyklika „Laudato Si’“ hob Papst Franziskus die Wichtigkeit der Sorge um unser gemeinsames Haus hervor. Es ist zwar notwendig mit kleinen alltäglichen Handlungen für die Schöpfung zu sorgen, aber es geht nicht nur um persönliche Entscheidungen, sondern auch um politische. Als Bürger fühlen wir uns oft machtlos, wenn es um politische Entscheidungen im Umweltbereich geht. Dieser Bürgerdialog hat es uns ermöglicht, an dieser politischen Reflexion teilzunehmen. Es war auch eine großartige Gelegenheit, zu entdecken, wie Politik funktioniert und die Komplexität der Debatten zu erkennen.

Wir haben uns gefreut, dass Menschen jeden Alters an diesen Fragen interessiert sind. Das Zuhören zwischen den Teilnehmern und die Beteiligung vieler junger Menschen an der Organisation dieser Veranstaltung ist ebenfalls Zeichen der Hoffnung.

Treffen der „jungen Xavières“

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Jedes Jahr beschäftigen sich die „jungen Xavières“, die noch nicht die ewigen Gelübde abgelegt haben, näher mit einem Thema. Dieses Jahr geht es um die Unterscheidung.

Im September haben sie eine Mappe mit Vorschlägen zu Artikeln und Hinweisen zu rückblicken bekommen. Zweimal pro Jahr treffen sich die „jungen Xavières“, um ihre Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema auszutauschen.

Mitte Januar bin ich (Coralie) für ein Wochenende nach Lyon gefahren, um an dem Treffen der „jungen Xavières“ von Europa teilzunehmen.

Wir haben mit einem Austausch über die letzten Monate begonnen: was hat uns Freude gebracht, was war hilfreich, was war schwieriger, was kommt für unser Leben in Frage?

Am Nachmittag haben wir in kleinen Gruppen gearbeitet. Wir mussten den Begriff „Unterscheidung“ für Menschen erklären, die nichts darüber wissen.

Am Sonntag haben ein Jesuit und ein Ehepaar darüber berichtet, wie sie die Unterscheidung in ihrem täglichen Leben erleben.

Wir haben auch an dem Gottesdienst in einer Gemeinde teilgenommen und die zusammen verbrachte Zeit genossen.