Welttag des Gebets um geistliche Berufungen

„Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme. Er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus, und die Schafe folgen ihm, denn sie kennen seine Stimme!“ Johannes, 10, 3-4

Anlass des Evangeliums des guten Hirten zum 4. Ostersonntag begehen wir den Welttagen um geistliche Berufungen.

Dieser Tag ist deutschlandweit mit der Aktion der 24 Stunden Gebet verbunden.

Warum eine solche Aktion?

Das Zentrum für Berufungpastoral, das seit 2019 diese Aktion entwickelt hat antwortet:

„Papst Franziskus hebt dies in seinem Brief an das pilgernde Gottesvolk in Deutschland hervor: „Dies verlang vom ganzen Volk Gottes und besonders von ihren Hirten eine Haltung der Wachsamkeit und Bekehrung […]. Die Wachsamkeit und die Bekehrung sind Gaben, die nur der Herr uns schenken kann. Uns muss es genügen, durch Gebet und Fasten um seine Gnade zu bitten.“

Dies nehmen wir uns zu Herzen, wenn wir um Menschen bitten, die glaubwürdig für Jesus Christus mit ihrem Leben eintreten. Das Gebet, die Beziehung zu Jesus Christus, ist dafür die Grundlage, auf der alles steht“.

Natürlich kann das Gebet nicht alles machen, damit neue Berufungen entstehen aber ohne Gebet kann nichts passieren. Das Gebet ist der Erdboden für alle Aktionen, um aufzurufen und auch zu antworten.

Und es ist schön, dass dieses Gebet deutschweit angeboten ist. Jede-r kann zwar für die Berufungen beten aber es ist eine Anliege des Volkes Gottes, wenn es nach einer lebendigen Kirche strebt. Neue Berufungen können auftauchen, wenn das ganze Volk bewusst geworden ist, dass die Kirche sie brauchen und dass das Leben der Priester oder Ordensmänner/frauen glücklich aussieht!

Diese Aktion kann also zu einer tiefen Erneuerung des Glaubens und der Kirche beitragen.

→ Am 2-3. Mai 2020 (von 18.00 bis 18.00 Uhr) in der Hamburger St. Ansgar-Kapelle aber auch an vielen anderen Orten im Erzbistum Hamburg sollte gemeinsam gebetet werden. Durch die aktuelle Lage aufgrund des Corona-Virus wird das Gebet nur über das persönliche Gebet zu Hause stattfinden. Hierzu laden wir herzlich ein und verweisen gleichzeitig auf die zentrale Seite www.werft-die-netze-aus.de.und https://berufung.erzbistum.hamburg/

Wie können wir beten?

Egal, ob alleine oder in einer kleinen Hausgemeinschaft.

Egal, ob jung oder alt.

Niemand bleibt auch in dieser Zeit allein! Dies wird für alle sichtbar, wenn Sie sich auf der interaktiven Karte mit Ihrer jeweiligen Gebetszeit eintragen!

  • Wenn Sie daheim lieber verbunden mit einer Gebetsgemeinschaft beten, bieten einige Gemeinschaften einen Livestream. Interaktive Karte mit Livestreams
  • Wenn Sie zuhause gerne persönlich bzw. in der Gebetsgemeinschaft mit den Familienangehörigen: Man kann etwa den Rosenkranz im Anliegen um geistliche Berufungen beten oder eine entsprechende Andacht im Gotteslob unter diesen Aspekt stellen. Sie finden viele Vorschläge hier https://www.werft-die-netze-aus.de/#wie-mache-ich-mit

Jahresgebet der Berufungspastoral 2020: „Habt keine Angst“

Herr Jesus Christus,
so vieles ist unsicher in unserer Welt, in der Kirche, in unserem Leben.

Mit Sorge und Ungewissheit stehen wir vor der Zukunft.
Du aber, Herr, rufst uns zu:  Habt keine Angst.
Ich bin bei euch!


Wir bitten dich: Stärke unsere Verbundenheit mit dir und lass uns immer tiefer zu dir finden. Rufe junge Menschen in deine Nachfolge, die als Priester und in der Vielfalt des geweihten Lebens deine frohe Botschaft verkünden und ihr Leben in deinen Dienst stellen. Hilf allen Gläubigen, ihre Berufung zu erkennen und anzunehmen, damit die Kirche immer mehr zu einem Ort wird, an dem die Menschen deine liebende Gegenwart erfahren.

Gib uns Mut, uns dir zur Verfügung zu stellen, damit du durch uns Kirche und Welt mit deinem Geist erfüllen kannst. Stärke unser Vertrauen in deine Gegenwart, damit wir den Sprung in deine Nachfolge wagen und die anstehenden Herausforderungen bewältigen können.

Weil du uns nicht allein lässt, haben wir Grund zur Hoffnung.  Du fängst uns auf, du weitest unsere Begrenzung und wirkst selbst durch unsere Schwachheit hindurch. Du stärkst uns auf dem Weg zur Heiligkeit und ermutigst uns, unsere Gaben zum Aufbau des Reiches Gottes einzusetzen.

Lass uns auch daran Freude haben, was andere dazu beitragen und hilf uns, die unterschiedlichen Dienste und Fähigkeiten so wertzuschätzen, dass Einheit im Glauben wachsen kann.


Denn du bist der Geber aller Gaben. Du rufst uns, dir zu folgen. Dir dürfen wir vertrauen. In deinen Armen wissen wir uns geborgen. Wer von dir gehalten wird, braucht keine Angst zu haben und kann hoffnungsvoll der Zukunft entgegengehen.

Amen

Wir wünschen Sie, wir wünschen uns eine starke Erfahrung des gemeinsamen Gebets. Die geistlichen Berufungen sind wichtig für unsere Kirche!

50 Tage

Die Osterzeit ist länger als die Fastenzeit! 50 Tage von Ostern bis Pfingsten. Das ist ein langer Weg, um sich noch zu besinnen.

Hier ist von Pater Claude Tassin ein französisch liturgisches Lied, das diesen Zeitraum sehr gut beschreibt. Hoffentlich, verrät die Übersetzung die Botschaft nicht zu viel!

Fünfzig Tage,
dass das Weizenkorn, in die Erde gefallen, seine Ernte anbietet!
Wie viele Tage, dass der Geist die Frucht seiner Liebe in uns reifen lässt?


Ref. Vom vergossenen Blut bis zum ausgegossenen Geist,
Führe uns Herr Jesus!

Fünfzig Tage,
Dass die Galle von Golgatha
ein feierndes Volk berauscht!
Wie viele Tage, dass der Geist
uns im Geschmack des neuen Weins ausbildet?

Fünfzig Tage,
dass der Stein der Verachtung
zum Eckstein wird!
Wie viele Tage, dass der Geist
seinen heiligen Tempel in uns vollendet?

Fünfzig Tage,
Dass die Sackgasse des Kreuzes
zum Evangelium wird!
Wie viele Tage, dass der Geist
in uns das Leben des Sohnes schreibt?

Fünfzig Tage,
Dass zwölf Männer ohne Macht
alle Völker treffen!
Wie viele Tage, dass der Geist des Knechtes uns an alle hingibt?

Der weiße Sonntag

In der alten kirchlichen Tradition begingen die in der Osternacht neu Getauften an diesem Tag feierlich den Abschluss ihrer „hebdomada in albis“ – der „Woche in den weißen Kleidern“, jener Woche, während der sie täglich in ihren Taufkleidern an der gemeinsamen Eucharistiefeier teilgenommen hatten. Noch heute wird in Erinnerung daran dieser Sonntag „Weißer Sonntag“genannt.

Leider haben wir dieses Jahr diese Menschen nicht getroffen.

Aber wir sind trotzdem auf den Spuren dieser Menschen spazieren gegangen und sie sind uns begegnet!