Aurelie’s ewige Gelübde

Am 04.02.2017 habe ich meine ewigen Gelübde abgelegt. Es war ein Tag der Freude ! Es war einfach schön, von Anfang an bis zum Ende. Auf den Fotos könnt ihr, hoffe ich, etwas davon spüren.

            J O I E  –  F RE U D E

 

 

 

Der Weg bis zum diesem Tag war nicht gerade. Ich habe gelernt, mich Gott anzuvertrauen, an seiner zärtlichen Liebe zu glauben, mehr zuzuhören, Vertrauen zu schenken, Hoffnung wahrzunehmen, mit Anderen unterwegs zu sein. Das „wir“ ist gewachsen sowie Friede und Freude.

Hamburg hat eine wichtige Rolle auf dem Weg zum „ja für immer“ gespielt und Zeichen davon waren während des Gottesdienstes wahrnehmbar. In der Predigt haben wir von „bords de la mer du Nord“ („an der Nordseeküste“) gehört ; der Text für die Gabenprozession war sowohl auf Französisch als auch auf Deutsch gelesen.

Procession des offrandes / Gabenprozession

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1-  Prends Seigneur et reçois les petits et les pauvres de nos sociétés.

Bénis-les. Qu’avec eux nous te découvrions « Dieu parmi nous ».

Herr, nimm und empfange die Kleinen und Armen unserer Gesellschaft.

Segne sie. Mögen wir mit ihnen dich als „Gott unter uns“ entdecken.

 

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2-Prends Seigneur et reçois les peuples en leurs diversités.
Bénis-les. Que l’accueil mutuel ouvre des chemins de paix.

Herr, nimm und empfange alle Völker in ihrer Vielfalt.
Segne sie. Möge die gegenseitige Annahme Wege zum Frieden öffnen.

 

 

3- Prends Seigneur et reçois les chrétiens de toute confession.
Bénis-nous. Qu’ensemble nous marchions vers l’unité en Toi.

Herr, nimm und empfange die Christen aller Konfessionen.
Segne uns. Mögen wir uns gemeinsam auf die Einheit mit Dir hin zu bewegen

 

Während der Litanei der Heiligen sind der Heilige Ansgar und die Märtyrer von Lübeck genannt worden. Meine Mitschwestern aus Hamburg sowie ein paar Freunden aus Deutschland waren auch dabei.

Die Übersetzung von „ja für immer“ auf Französisch lautet : „oui pour toujours“. Wenn man es laut liest, kann man auch „oui pour tous jours“ hören, das heißt „ja für jeden Tag“. Es spricht mir zu.

 

 

Am folgenden Tag schrieb eine Freundin aus Hamburg:

„Es hat mich tief im Herzen angerührt zu erleben, wie Aurélie von ihrem Glaubensweg erzählt und entschieden gesagt hat, ja ich will, ja ich will für immer.  Nach dem Versprechen und der Weihe haben alle Xavières mit ewigen Gelübden sie umarmt und begrüßt. Ein kraftvolles Zeichen von Zugehörigkeit und Freude in aller Vielfalt in einer Gemeinschaft. Beim weiteren Fest nach dem Gottesdienst habe ich erlebt, wie die leibliche Familie und die Familie in Christus von Aurélie sich miteinander gefreut und gefeiert haben. Beide gehören zusammen.“

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Die Mission geht weiter, führt nach vorn und zu den Anderen. Wir sind berufen, um gesandt zu werden. Konkret bin ich gesandt, um mich im Bereich Buchhaltung weiterzubilden. Wo wird es mich führen, das weiß ich  nicht. Ich lasse mich überraschen, im Vertrauen zu Gott.

Die Gemeinschaft in Marseille

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Der Weg bis zum Marseille war für die meisten zu lang, um körperlich anwesend zu sein. Aber die Verbundenheit über alle Grenzen war spürbar. Vielen Dank für alle Zeichen der Freundschaft, für alle Gebete.

Ich vertraue mich Ihren Gebeten an, für heute und morgen.

„Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig !“ Psalm 136.