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03.12.2014 Predigt

„Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“
Franz Xaver hat diese Worte gehört und so gehandelt. Sein apostolischer Eifer hat ihn bis nach Asien geführt.

Franz Xaver, dieser unermüdliche Missionar des sechzehnten Jahrhunderts, hatte am Anfang seines Studiums ganz andere eigene Projekte. Das Treffen mit Ignatius von Loyola und die Geistlichen Übungen haben den Theologiestudenten verändert.

Der ehemalige selbstbewusste Student verlor nicht seine Zuversicht, aber setzte sie nunmehr auf Gott. Er ließ sich von Gott führen, und zwar durch die sich in Gründung befindende „Gesellschaft Jesu“, den Jesuitenorden. Obwohl er davon geträumt hatte, nach Indien zu fahren, nahm er aufgrund seines Gehorsamsgelübdes eine Arbeit als Sekretär an. Der selbe Gehorsam wird ihn kurz danach bis nach Indien führen. Er überließ sich Gott, vertraute ihm völlig.

Der ehemalige ambitionierte Student verlor nicht seinen Eifer, aber stellte ihn in den Dienst Gottes. Dafür gab er die Attribute der Macht ab und teilte das Leben der Menschen. Er wurde Schiffsmann mit den Schiffsleuten, arm mit den Armen. So konnte er ihr Vertrauen gewinnen und zugleich sich der Arbeit am Seelenheil widmen.

Der ehemalige überlegene Student verlor nicht seine Fähigkeiten, aber passte sich den Völkern an, zu denen er gesendet worden war. Er näherte sich respektvoll den Menschen, lernte trotz aller Mühe ihre Sprachen, sah ihre Kulturen positiv an. So verkündigte er das Evangelium und gleichzeitig vertiefte sich sein Glaube. Er wollte den Heiden Christus bringen, und er erfuhr, dass diese ihm Gott zeigten. Er kam mit seinem Wissen, und erfuhr, dass Gott ihm vorangegangen war. Er ließ sich von den Anderen unterrichten. Er begegnete Gott in den Anderen.

Das Leben von Franz Xaver zeigt es uns: Missionar zu sein, ist nicht zunächst eine Frage von zurückgelegten Kilometern, jedoch viel mehr eine innere Haltung. Unser Nächster steht neben uns.

400 Jahren später gründete Claire Monestès unseren Orden, „La Xavière-Missionarin Jesu Christi“, dessen Name vom Hl. Franz Xaver kommt. Wie er, fand sie ihre Kraft nicht in sich selbst, sondern in der Hingabe an Gott, gehorcht den Heiligen Geist. Wie er, wollte sie diese Worte von Paulus leben : „Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten“ . Wie er, wollte sie „alles annehmen, damit alles sich entfalten kann“.

Paulus, Franz Xaver, Claire Monestès… die Mission geht weiter, in der Welt von heute.
Abschließend möchte ich den Papst Franziskus zitieren, als er vor ein paar Monaten einen Gottesdienst mit Jesuiten feierte. Er sagte : „Geht in alle Welt und entzündet alles, indem ihr das Feuer des rettenden Evangeliums zu allen Menschen bringt“. Amen

 

von Aurélie

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