Drei unserer ersten Entdeckungen

Wir sind jetzt seit zwei Monaten in Hamburg. Diese waren reich an Entdeckungen. Wir teilen Ihnen drei von diesen mit:

Das Essen – die Sprache – Die Ökumene

Das EssenEssen

Während Aurélie die Frühstücksdose für die Schule entdeckt, studiert Béatrice bis 13 Uhr, und isst also ziemlich spät im Vergleich zu Frankreich. Ja, das Leben in einer neuen Kultur prägt den Alltag.

Gudrun entdeckt das traditionelle Kaffeetrinken in der Pfarrgemeinde. Wir haben auch die Gelegenheit es zusammen zu erleben und zu genießen, insbesondere sonntags dank einiger Einladungen.

Durch die Gerichte „reisen“ wir in Deutschland, mit der nördlichen roten Grütze und den südlichen Maultaschen, sowie den Semmelknödeln und dem Käsekuchen…

Wir genießen auch die vielfältigen Brote, vor allem beim täglichen Abendbrots. Das gehört auch zu den Unterschieden zwischen Deutschland und Frankreich.

Die Sprache

Wir versuchen tagtäglich Deutsch zu sprechen.

Béatrice und Aurélie, die Französinnen sind, haben viel zu lernen. Langsam machen wir Fortschritte. Dieses Erlernen ist nicht immer einfach aber es bringt uns auch Spaß. Neben den grammatischen Regeln entdecken wir auch neue Ausdrücke, wie zum Beispiel „π mal Daumen“ oder „jemandem die Leviten lesen“.

Gudrun, die Deutsche ist, die aber mehr als die letzten zwanzig Jahre in Frankreich gewohnt hat, lernt auch ein paar neue Wörter, insbesondere christliche Wörter wie „Verklärung“ oder „das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit“. Sie hilft auch Béatrice und Aurélie, sich in den Rhythmus der deutschen Sprache einzufühlen, zum Beispiel beim Lernen der liturgischen Lieder.SAM_0633

Die Ökumene

Zum ersten Mal lebt eine Xaviere Gemeinschaft in einer Stadt mit einer Mehrheit von evangelischen Christen, und in einer Stadt, wo die Ökumene so lebendig ist.

Wir sind in Hamburg kurz vor der Nacht der Kirchen angekommen. Viele Leute waren im Zentrum der Stadt, um an diesen ökumenischen Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei zu sein, war ein ausgesprochen guter erster Eindruck der Ökumene. Béatrice und Aurélie waren auch völlig überrascht, dass die Leute ihren Glauben in der Öffentlichkeit bezeugen, und dass darüber auch im Fernsehen berichtet wurde. Lübecker Martyrer

Es gab auch andere bedeutsame Ereignisse, wie das ökumenische Gebet im Gedenken an die vier Lübecker Märtyrer, drei katholische Priester und ein evangelischen Pastor, die Opfer des Naziregimes waren. Die Priester wurden letztes Jahr selig gesprochen in einem gemeinsamen Gedenkfeier auch für den Pastor unten dem Motto „Sag niemals drei, sag immer vier.“

Unser Alltag ist auch geprägt von diesem ökumenischen Gebet, eine Initiative der Hamburger Bischöfe, das die täglichen Fürbitten des Gottesdienstes beendet.

 „ Wir denken

an die Brüder und Schwestern

 in unseren evangelischen und

orthodoxen Nachbargemeinden

und in der Gemeinschaft

der ganzen Christenheit.

 Gott, lass uns lebendig erfahren,

dass wir zusammengehören:

in Gebet und Fürbitte,

in Leben und Dienst,

in Freude und Leid.

 Du führst deine Kirche

auf ihrem Weg durch die Zeit.

Dir sei Lob und Ehre

jetzt und in Ewigkeit.“

Bemerkung : die Evangelischen sagen „ … katholischen und …“