Franz Xaver und die Xaviere Schwestern

Am 3. Dezember zum Gottesdienst im Kleinen Michel hat Sr Béatrice diese Ansprache mit dem Thema gehalten : Wie Franz Xaver die Xaviere Schwestern anspricht.

1896 war Claire Monestès, unsere Gründerin, Schülerin der Damen des Heiligen Herzens. Diese haben mehrere Institutionen jenseits der Meere aufgebaut. Sie versäumen es nicht, mit ihren Schülern über den Heiligen Franz-Xaver zu sprechen. Claire bewundert diesen großen Heiligen und nimmt ihn als Vorbild. Als sich 1922 um Claire eine Gruppe mit einem Ordenslebenprojekt bildete, suchte sie nach einem Namen. Xavers missionarischer Eifer kam ihr wieder in den Sinn und der Name „xavière“ hat sich ihr geradezu angeboten.

Franz Xaver wurde 1506, zur Zeit der großen Entdeckungen, in Spanien geboren. Als Professor an der Pariser Sorbonne lernte er Ignatius von Loyola kennen, der ihn – nach viel Widerstand von Xaver – dazu brachte, sich zu bekehren und Christus als Gefährte Jesu, sprich als einer der ersten Jesuiten, zu folgen und ihm zu dienen. Franz-Xaver hat dann nur noch ein Ziel: Immer mehr für Christus zu tun.

Als unermüdlicher Reisender für die Sache des Evangeliums reist er 100.000 Km mit dem Boot, Pferd oder zu Fuß: die Küsten Afrikas, Mosambik, Indien, Malakka Japan. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der „Apostel von Indien“ zum Vorbild für Missionare, Männer und Frauen, die unter Lebensgefahr das Evangelium in der Ferne verkünden. In der Ferne, im Ausland, entdeckt Franz-Xaver allmählich, wie er den Menschen, mit denen er zusammenlebt, nahe sein kann; er lernt die Landessprachen, übersetzt den Katechismus, gründet christliche Gemeinschaften und ist auch den Seglern auf Booten nahe.

Er wird diese wunderbare Aussage machen, um zu sagen, dass er Jesus Christus zu diesen Menschen bringen wollte, aber dass er selber ihn letztendlich auf erneuerte Weise von ihnen empfangen hat.Diese Art, den Menschen nah zu stehen und Christus von ihnen zu empfangen, inspiriert unsere Art als Missionare tätig zu sein.

Claire Monestès träumt von fernen Horizonten, aber im Bewusstsein der Säkularisierung Frankreichs schreibt sie: „Lasst uns die Sorge um die haben, die Christus nicht kennen oder die weit von der Kirche entfernt sind“. Sie will La Xavière durch einen Geist und nicht durch ein Werk definieren: offen sein für die aufkeimenden Bedürfnisse, in Milieus gehen, die das Evangelium nicht kennen, Gott im Brausen der Welt entdecken.

Außerdem ist Franz-Xaver ein Mann des Gehorsams. Xaver träumt davon, weit weg zu gehen, aber Ignatius bittet ihn, bei ihm zu bleiben, für einen Job als Sekretär, in einem Büro. Franz-Xaver gehorcht. Aber plötzlich kann der Jesuit, der nach Indien gehen wollte, es nicht mehr tun, und Ignatius beauftragt Franz-Xaver, dahin zu reisen. Und Xaver gehorcht! Er erlebt dann den Gehorsam in besonderer Weise, da es mehrere Jahre dauerte, bis Briefe von Europa nach Asien gingen. Franz-Xaver wird z.B. nie die letzte Antwort von Ignatius erhalten, da er vor den Toren Chinas sterben wird, bevor die Post ankommt. Es geht dann darum, im Herzen treu zu bleiben, den Willen Gottes in allem zu unterscheiden und zu tun. Diese Dimension des Gehorsams als Horchen auf den Geist Gottes prägt die ignatianische und unsere Spiritualität. Er ist geistlich, aber auch missionarisch, da er die Quelle ist, aus der die Entscheidungen für die Mission getroffen werden.

Schließlich sind die Xavière-Schwestern von der Dynamik der geistlichen Übungen von Ignatius von Loyola geprägt. Diese, die Frucht der Erfahrungen von Ignatius, helfen jedem, in Gott verwurzelt und in der Welt eingetaucht zu bleiben. Und Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden. Wir haben uns entschieden, Christus Ruf inmitten des alltäglichen Lebens zu folgen, indem wir unseren Mitmenschen nahe sind, durch Nachbarschaft, durch unsere Arbeit in der Gesellschaft, in der Kirche und durch unsere verschiedenen Aufgaben.

Ich schließe mit einem Zitat von Claire Monestès: „Die Xavière-Schwester strebt nach einem flexiblen und intensiven Ordensleben; flexibel genug, um sich den neuen Bedürfnissen des Apostolats anzupassen; intensiv genug, dass der Teil Mariens nicht dem Marthas weicht und dass die apostolische Tätigkeit nur die Ausstrahlung, die Entfaltung der inneren Flamme ist.“

Franz Xaverfest am 3. Dezember

Am 3. Dezember feiert die katholische Kirche den Heiligen Franz Xaver. Das ist sozusagen der Namenstag unseres Ordens „La Xavière“!

Und das ist jetzt eine Tradition geworden: gemeinsam mit unseren Jesuiten-Brüdern und unseren Geschwistern der GCL, sprich der ignatianischen Familie, laden wir Sie/euch um 19 Uhr zu einem Gottesdienst im kleinem Michel – Michaelisstraße 5, Hamburg – und anschließend zu einem Umtrunk.

Geben Sie/gebt gern die Einladung in Ihre/eure Umgebung weiter.

Wir freuen uns auf Sie/euch!

Einladung zur Welttag der Armen am Sonntag, 17.November

Auch dieses Jahr hat Papst Franziskus den 3. Sonntag im November zum Welttag der Armen erklärt. Er steht unter dem Motto „Der Armen Hoffnung ist nicht für immer verloren“ (Ps 9).

Aus diesem Anlass, laden Hamburger Caritas, Katholische Akademie zusammen mit dem Pfarrer von St. Ansgar (Kleiner Michel) zu einem Tag der Begegnung im Geiste von „Fratello“

am Sonntag, 17. November in den kleinen Michel und in die Katholische Akademie Hamburg ein.

Hier ist der Link https://www.kahh.de/fileadmin/user_upload/MediaGaleries/Fratello_Aktuelles/Fratello_-_Aktuelles_aus_dem_Projekt_2019.pdf

Anlass des Treffens entdecken Sie Jörg Petersen, ehemals selbst obdach-los, und sein Buch „Ich seh den Himmel… aber die Straße bleibt im Kopf“ (s.R). Er gibt bewegende Einblicke in sein Leben auf der Straße mit voller Zuversicht über neue Perspektiven in seinem künftigen Leben als ausgebildeter Alltagsbegleiter.

Um 11.30 Uhr beginnen wir mit einem Gottesdienst im Kleinen Michel

Um 13 Uhr stärken wir uns mit einem Mittagsimbiss, auch im Kleinen Michel

Um 14 Uhr stehen im Panoramaraum der Katholischen Akademie Variationen zum Thema „Hoffnung“ aus Literatur, Kunst und Musik auf dem Programm.

Ende der Veranstaltung ist 15 Uhr.

Wir freuen uns auf Euch!

Aber was ist

Das Projekt ist aus den intensiven Begegnungen und geistlichen Erfahrungen einer Wallfahrt nach Rom im November 2016 entstanden: eine Hamburger Gruppe von 70 Menschen in prekären Lebenslagen nahmen an der internationalen Wallfahrt „Fratello“ nach Rom zu Papst Franziskus teil, Begleitet wurden sie von 30 Freiwilligen, die diese Reise organisierten.

Wallfahrt nach Rom. 2016 organisierte Fratello das Europäische Festival der Freude und der Barmherzigkeit, das 6.000 Menschen am Rande der Gesellschaft und ihren Begleitern eine außerordentliche Zeit in Rom und Begegnungen mit Papst Franziskus erlaubt. 10.-13. November

Seither trifft sich „Fratello Hamburg“ regelmäßig im Kleinen
Michel und in der katholischen Akademie, um das, was durch die Rom-Fahrt
angestoßen wurde, weiter wachsen zulassen.

Die monatlichen Treffen im Kleinen Michel bestehen jeweils aus
einer Andacht, in der es für unsere Stadt gebetet wird, einem warmen Essen und
einem thematischen Teil.

 Mit der Berufung von Pater Jan Roser SJ zum Socius des Provinzials der deutschen Jesuiten in München zum September 2019 wird Fratello Hamburg von Beatrice geführt.

Jede(r) ist bei diesen Treffen willkommen! Nächstes Treffen „Fratello betet für Hamburg“

am Montag, 16. Dezember 2019 17.00-ca 18.00 Essen und Weihnachtsfeier